PV-WIKI · PLANUNG

Eine gute Solaranlage beginnt mit einem Plan, der zu deinem Dach und deinem Alltag passt. Diese sieben Fragen helfen dir, die richtigen Daten zu sammeln, bevor du Produkte vergleichst.

1. Wie viel Dachfläche ist wirklich nutzbar?

Notiere Dachmaße, Dachform, Eindeckung und Aufbauten wie Fenster oder Schornsteine. Entscheidend ist die nutzbare Fläche nach Abständen und Montageplanung, nicht allein die gesamte Dachfläche. Fotografiere das Dach aus mehreren Blickwinkeln und lasse Zustand und Tragfähigkeit fachlich prüfen. Für die spätere Umsetzung findest du bei uns Solarmodule und Unterkonstruktionen.

2. Wann fällt Schatten auf das Dach?

Beobachte Bäume, Nachbargebäude, Antennen und Dachaufbauten zu verschiedenen Tageszeiten. Schatten kann einzelne Modulflächen unterschiedlich betreffen. Markiere die betroffenen Stellen in einer Dachskizze, damit dein Installateur die Belegung und Verschaltung passend planen kann.

3. Welche Ausrichtung und Neigung hat das Dach?

Erfasse Himmelsrichtung und Dachneigung. Süd ist nicht die einzige sinnvolle Ausrichtung: Auch andere Dachseiten können zu deinem Verbrauchsprofil passen. Entscheidend ist, wie viel Strom die konkrete Anlage über den Tag erzeugen kann und wann du ihn brauchst.

4. Wie viel Strom brauchst du heute und künftig?

Nimm den Jahresverbrauch aus deiner Stromabrechnung als Ausgangspunkt. Berücksichtige geplante Änderungen wie ein Elektroauto oder zusätzliche Verbraucher. So kannst du die Größe der PV-Anlage und den Nutzen eines Speichers sinnvoll besprechen, statt nur nach einer möglichst hohen kWp- oder kWh-Zahl zu kaufen.

5. Was kostet die Anlage als Ganzes?

Vergleiche Angebote einschließlich Montage, Elektroinstallation, Netzanschluss, Versand und möglicher Erweiterungen. Für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung brauchst du Annahmen zu Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis und Vergütung. Solche Werte sind individuell und keine feste Ersparnisgarantie. Prüfe bei der Produktauswahl auch die Voraussetzungen für den Umsatzsteuer-Nullsatz.

6. Passen die Komponenten zusammen?

Solarmodule, Wechselrichter, Batteriespeicher und Montage müssen elektrisch und mechanisch aufeinander abgestimmt sein. Vergleiche die Datenblätter, Modellbezeichnungen und Herstellerfreigaben. Für Speicherlösungen kannst du FOX ESS Systemsets als Ausgangspunkt ansehen. Für die Dachmontage bieten wir unter anderem K2 Systems und Otto Lehmann. Ein Fachbetrieb sollte die endgültige Kombination prüfen.

7. Wer installiert, prüft und nimmt die Anlage in Betrieb?

Kläre frühzeitig, welcher Fachbetrieb die Montage und den elektrischen Anschluss übernimmt. Besprecht Netzanschluss, Abnahme, Dokumentation und Zuständigkeiten, bevor du alle Komponenten bestellst. Die Bundesnetzagentur erläutert auch die Registrierung im Marktstammdatenregister.

Mit einer Checkliste weiterplanen

Auf unserer Startseite kannst du die sieben Punkte Schritt für Schritt abhaken und zu jedem Punkt weitere Beispiele öffnen.

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Fragen und Antworten

Welche Vorteile bieten Photovoltaikanlagen, wann rechnen sie sich und was muss beachtet werden? Wir beantworten dir alle Fragen rund um Photovoltaik für Anfänger und Fortgeschrittene

Eine Photovoltaikanlage ermöglicht es Ihnen, Ihren eigenen Strom zu erzeugen und dadurch Ihre Energiekosten zu senken. Zudem leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz, indem Sie erneuerbare Energien nutzen und Ihre CO2-Emissionen reduzieren. Darüber hinaus können Sie durch Einspeisevergütungen zusätzlich Geld verdienen, indem Sie überschüssigen Strom ins Netz einspeisen.

Eine vollständige Photovoltaikanlage besteht aus Solarmodulen, einem Wechselrichter, Montagesystemen, Kabeln und einem Energiemanagementsystem. Je nach Bedarf können auch Batteriespeicher und ein Laderegler für eine autarke Energieversorgung hinzugefügt werden.

Die Größe Ihrer Photovoltaikanlage hängt von Ihrem Stromverbrauch und den verfügbaren Dachflächen ab. Eine genaue Berechnung kann durch eine professionelle Energieberatung erfolgen, bei der Ihr durchschnittlicher Energieverbrauch und die Ausrichtung sowie Neigung Ihres Dachs berücksichtigt werden.

Die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage variiert je nach Investitionskosten, Stromerzeugung und Einspeisevergütungen. In der Regel amortisiert sich eine Anlage nach 8 bis 12 Jahren. Durch staatliche Förderungen und sinkende Preise für Solarkomponenten kann sich diese Zeit weiter verkürzen.

Die Einspeisevergütung ist eine Vergütung, die Sie für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom erhalten. Der Vergütungssatz wird staatlich geregelt und kann je nach Land und Zeitpunkt der Inbetriebnahme Ihrer Anlage variieren. Diese Vergütung hilft, die Investitionskosten schneller zu decken.

Photovoltaikanlagen sind weitgehend wartungsarm, jedoch sollten sie regelmäßig gereinigt und überprüft werden, um die maximale Leistung zu gewährleisten. Insbesondere sollten Sie darauf achten, dass die Module frei von Verschmutzungen wie Laub oder Schnee sind. Eine jährliche Inspektion durch einen Fachmann wird empfohlen, um mögliche Defekte frühzeitig zu erkennen und zu beheben.