Drei unterschiedlich große modulare Batteriespeicher in einem hellen Technikraum.

Speichergröße richtig wählen: 5, 10 oder 20 kWh?

Faustregel: rund 1 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, und nicht mehr als 1 bis 1,5 kWh je kWp Anlagenleistung. Ein Haushalt mit 4.500 kWh im Jahr landet nach der Faustregel bei rund 4,5 kWh, die Verbraucherzentrale rechnet mit bis zu 1,5 kWh je 1.000 kWh, also knapp 7 kWh. Beides führt zur FOX ESS EK6 (5,18 kWh nutzbar), die EK12 (10,37 kWh nutzbar) ist die nächste Stufe. Mehr lohnt sich mit Wärmepumpe, Elektroauto, hohem Abendverbrauch oder wenn Ersatzstrom wichtig ist. Der Ertrags- und Speicherrechner rechnet das mit deinen Zahlen.

Kurz gesagt: Faustregel: rund 1 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, und nicht mehr als 1 bis 1,5 kWh je kWp Anlagenleistung. Ein Haushalt mit 4.500 kWh im Jahr landet nach der Faustregel bei rund 4,5 kWh, die Verbraucherzentrale rechnet mit bis zu 1,5 kWh je 1.000 kWh, also knapp 7 kWh. Beides führt zur FOX ESS EK6 (5,18 kWh nutzbar), die EK12 (10,37 kWh nutzbar) ist die nächste Stufe. Mehr lohnt sich mit Wärmepumpe, Elektroauto, hohem Abendverbrauch oder wenn Ersatzstrom wichtig ist. Der Ertrags- und Speicherrechner rechnet das mit deinen Zahlen.

Woran sich die Größe bemisst

Ein Speicher hat eine einzige Aufgabe: den Solarstrom vom Mittag in den Abend und die Nacht zu retten. Seine Größe hängt deshalb von drei Dingen ab.

  1. Dein Jahresverbrauch. Daraus ergibt sich die Faustregel 1 kWh je 1.000 kWh. Sie beschreibt die Größe, die über das ganze Jahr ausgelastet ist.
  2. Dein Abendverbrauch. Von einem Tagesverbrauch fällt etwa die Hälfte außerhalb der Sonnenstunden an. Bei 4.500 kWh im Jahr sind das 12,3 kWh am Tag und rund 6 bis 7 kWh am Abend und in der Nacht. Mehr als das kann ein Speicher an einem Sommertag nicht sinnvoll abgeben.
  3. Deine Anlagengröße. Der Speicher wird nur voll, wenn mittags genug übrig bleibt. Darum die Obergrenze von 1 bis 1,5 kWh je kWp.

Zwei Dinge musst du beim Vergleichen im Kopf behalten. Erstens zählt die nutzbare Kapazität, nicht die Nennkapazität: FOX ESS gibt 90 Prozent Entladetiefe an, aus 5,76 kWh werden also 5,18 kWh. Zweitens gehen beim Laden und Entladen rund 5 bis 10 Prozent verloren.

Rechenbeispiele für drei Haushalte

Haushalt A: vier Personen Haushalt B: mit Wärmepumpe Haushalt C: mit Elektroauto
Jahresverbrauch 4.500 kWh 4.500 + 4.000 = 8.500 kWh 4.500 + 2.700 = 7.200 kWh
Anlage 10 kWp 15 kWp 12 kWp
Faustregel (1 kWh je 1.000 kWh) 4,5 kWh 8,5 kWh 7,2 kWh
Obergrenze (1 bis 1,5 kWh je kWp) 10 bis 15 kWh 15 bis 22 kWh 12 bis 18 kWh
Abendverbrauch an einem Sommertag rund 7 kWh rund 8 kWh, Warmwasser dabei 7 kWh plus Laden am Abend
Empfehlung, nutzbar 5 bis 7 kWh 8 bis 10 kWh 10 kWh, wenn das Auto abends lädt; 5 kWh, wenn es tagsüber lädt
FOX-ESS-Paket 1 × EK6 oder 1 × EK12 1 × EK12 oder 2 × EK6 1 × EK12

Haushalt A ist der Normalfall. Mit einer EK6 deckt er den Abend an den meisten Tagen zwischen März und Oktober; die EK12 ist bequemer und hält auch Waschmaschine und Trockner am Abend aus, kostet aber rund 1.150 Euro mehr (Stand Oktober 2026, 0 % MwSt.).

Haushalt B braucht den meisten Strom im Winter, wenn die Anlage am wenigsten liefert. Der Speicher hilft der Wärmepumpe nur in der Übergangszeit und beim Warmwasser im Sommer; im Januar bleibt er so oder so leer. Deshalb lohnt hier eher eine größere Anlage als ein größerer Speicher (siehe Wärmepumpe und PV). 10 kWh nutzbar sind die Obergrenze, die sich noch rechnet.

Haushalt C fährt 15.000 Kilometer im Jahr, das sind rund 2.700 kWh. Entscheidend ist, wann das Auto zu Hause steht. Steht es tagsüber in der Einfahrt, lädt es per Überschussladen direkt vom Dach, und ein kleiner Speicher reicht. Kommt es abends heim, muss jede Kilowattstunde fürs Auto durch den Speicher; dann sind 10 kWh nutzbar sinnvoll, mehr aber selten, weil ein Tag Pendeln etwa 7 kWh braucht.

Wer die eigenen Zahlen durchspielen will, findet im Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin ein neutrales Werkzeug mit echten Verbrauchsprofilen. Unser Speicherrechner macht dasselbe mit den Paketen aus dem Shop.

Warum größer nicht automatisch besser ist

  • Im Sommer ist der Speicher oft schon am Vormittag voll. Alles, was danach vom Dach kommt, geht für rund 7,7 Cent ins Netz (Vergütung für Anlagen bis 10 kWp, Stand Herbst 2026), egal wie groß der Speicher ist. Und wenn er nach dem Abendessen noch halb voll ist, hat die zweite Hälfte an diesem Tag nichts verdient.
  • Im Winter liefert eine 10-kWp-Anlage an vielen Tagen weniger als 5 kWh. Dann wird selbst ein kleiner Speicher nicht voll. Ein größerer hilft nicht.
  • Zyklen. Ein Heimspeicher schafft in Deutschland 200 bis 300 Vollzyklen im Jahr (siehe Ladezyklen). Jede Kilowattstunde Kapazität muss oft genug geladen und entladen werden, um ihren Preis wieder einzuspielen. Beim FOX-ESS-System kostet die nutzbare Kilowattstunde rund 220 Euro (EK6: 1.159 Euro für 5,18 kWh, EK12: 2.325 Euro für 10,37 kWh, Stand Oktober 2026, 0 % MwSt.). Mit rund 27 Cent Ersparnis je Zyklus (35 Cent Netzstrom minus 7,7 Cent entgangene Einspeisung) braucht sie etwa 800 Zyklen. Eine Kilowattstunde, die täglich arbeitet, hat das nach gut drei Jahren geschafft; eine, die nur an 50 Tagen im Jahr gebraucht wird, erst nach 16 Jahren.

Die richtige Größe ist also die, bei der die letzte Kilowattstunde noch regelmäßig arbeitet. Das ist fast immer die kleinere der beiden Optionen, zwischen denen du schwankst.

EK6 oder EK12, eine bis vier Einheiten

Beide Batterien lassen sich bis auf vier Einheiten parallel erweitern. Die Preise gelten für das Paket mit dem Wechselrichter H3-8.0-Smart (Stand Oktober 2026, 0 % MwSt.):

Einheiten EK6 Nennkapazität EK6 nutzbar Paket mit EK6 EK12 Nennkapazität EK12 nutzbar Paket mit EK12
1 5,76 kWh 5,18 kWh 2.532 € 11,52 kWh 10,37 kWh 3.686 €
2 11,52 kWh 10,37 kWh 3.679 € 23,04 kWh 20,74 kWh 5.988 €
3 17,28 kWh 15,55 kWh 4.827 € 34,56 kWh 31,10 kWh 8.290 €
4 23,04 kWh 20,74 kWh 5.974 € 46,08 kWh 41,47 kWh 10.592 €

Zwei EK6 und eine EK12 haben dieselbe Kapazität und fast denselben Preis. Der Unterschied liegt woanders: Zwei EK6 brauchen mehr Wandfläche (je 38 Zentimeter breit, 51 Kilogramm), eine EK12 ist 71 Zentimeter breit und wiegt 98 Kilogramm. Die EK6 arbeitet mit 192 Volt, die EK12 mit 384 Volt; weil der Wechselrichter den Batteriestrom auf 50 Ampere begrenzt, kann er aus einem EK6-System höchstens rund 9,6 kW ziehen, aus einem EK12-System rund 19 kW. ⚠️ Für die Wechselrichter mit 12 und 15 kW und für Ersatzstrom mit großen Verbrauchern ist die EK12 deshalb die passendere Batterie; Rechnung aus den Datenblättern abgeleitet, beim Hersteller bestätigen lassen.

Erweiterbarkeit als Ausweg

Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, nimm die kleinere und lass dir die Tür offen. Beide FOX-ESS-Batterien lassen sich bis auf vier Einheiten erweitern (siehe Erweiterbarkeit). Drei Dinge solltest du dabei einplanen: Platz an der Wand oder auf dem Boden für die zweite Einheit, dieselbe Baureihe beim Nachkauf und einen überschaubaren Zeitraum, weil alte und neue Zellen sonst ungleich altern. ⚠️ Welchen Zeitraum FOX ESS für das Nachrüsten freigibt, vor Veröffentlichung beim Hersteller erfragen.

Ersatzstrom ändert die Rechnung

Wer bei Stromausfall versorgt sein will, braucht zwei Dinge mehr: eine Reserve, die der Speicher im Alltag nicht antastet, und genug Entladeleistung für die Geräte, die dann laufen sollen. Für einen Tag Grundversorgung mit Kühlschrank, Heizungssteuerung, Licht, Router und Kochen brauchst du 5 bis 8 kWh. Mit einer Reserve von 20 bis 30 Prozent wird aus der Faustregel also schnell eine Größe mehr. Was dein Haus bei Stromausfall wirklich kann, steht im Ratgeber „Notstrom und Ersatzstrom“.

Nächster Schritt: Speicherrechner

Der Ertrags- und Speicherrechner fragt deinen Jahresverbrauch, die Dachfläche und die großen Verbraucher ab und zeigt dir Eigenverbrauch, Autarkiegrad und das passende Paket aus dem Shop. Die Pakete selbst findest du unter Speicherpakete. Wenn du die Auslegung lieber mit einem Fachmann durchgehst, gibt es das Beratungspaket: 60 Minuten mit einem Fachinstallateur, die Gebühr wird beim Kauf verrechnet.

Weiterlesen: „FOX ESS H3 Smart mit EK6 und EK12: Das Speicherpaket erklärt“.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale: Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen? (Stand 02.07.2026), https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien/lohnen-sich-batteriespeicher-fuer-photovoltaikanlagen-24589
  2. HTW Berlin, Forschungsgruppe Solarspeichersysteme: Stromspeicher-Inspektion 2026 (Version 1.0, März 2026), https://solar.htw-berlin.de/studien/stromspeicher-inspektion-2026/
  3. Fraunhofer ISE, Harry Wirth: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (Fassung vom 20.08.2026), Kap. 7 Eigenverbrauch und Speicher, https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf